Poliert oder glasiert – aufgepasst beim Reinigen von Fliesen

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Sie werden großformatiger und ahmen Holz oder Naturstein nach. Fliesen aus Feinsteinzeug werden immer beliebter auch in Wohnbereichen. In Flughäfen, Einkaufscentern und öffentlichen Gebäuden sind sie die Fliese der Wahl. Nicht immer erkennen Reinigungskräfte auf den ersten Blick, dass es sich um robuste Keramikfliesen handelt. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Trends. Außerdem: ob poliert, glasiert oder matt: was man bei der Reinigung von Fliesen beachten sollte. 

Auch Bodenfliesen unterliegen Trends

Mittlerweile werden nicht nur Bäder gefliest, sondern immer häufiger auch Wohnbereiche. Doch sehen die Fliesen gar nicht aus wie Fliesen. Täuschend echt ahmen sie Parkett, Schiefer oder andere Natursteine nach. Doch meistens sind die Fliesen aus Feinsteinzeug hergestellt, weil es unempfindlicher ist. So manche Reinigungskraft lässt sich vielleicht von der Holzoberfläche täuschen und greift zur Holzpolitur oder denkt sich „Aha – ein Boden aus Naturstein – hier muss ich besonders aufpassen!“

Noch ein Wort zu den Trends: Im Wohnbereich ist Holzoptik „in“; dazu geht der Geschmack hin zu größeren Fliesen. Und das heißt nicht nur 60 x 90 cm, sondern XL-Formate sind im Kommen. Fliesen mit den Maßen von 300 × 150 cm oder 320 × 160 cm werden immer häufiger auf großen Flächen verlegt, zum Beispiel in Flughäfen oder Einkaufscentern. Das wirkt einfach viel großzügiger.

Vorteil Feinsteinzeug: Versiegeln, Imprägnieren und Pflegen? Nicht nötig!

Ein echter Parkettboden aus Holz sieht schön aus und schafft eine heimelige Atmosphäre. Aber was die Reinigung und Pflege angeht, kann diese ganz schön aufwändig sein. Man muss ihn versiegeln und polieren und dem Holz die richtige Pflege angedeihen lassen. Auch bei Natursteinen wie echtem Schiefer muss man besondere Sorgfalt walten lassen, da er kratzempfindlich ist. Daher gehört mittlerweile das Feinsteinzeug zu den beliebtesten Bodenbelägen, auch weil es inzwischen viele Oberflächen täuschend echt nachahmen kann; es gibt die Fliesen in allen Varianten: in Schieferoptik, Kalksteinoptik oder Holzoptik.

Poliert oder glasiert: warum das wichtig ist für die Reinigungskraft

Manche Betreiber im Einzelhandel legen großen Wert darauf, dass der Verkaufsraum einen glänzenden Eindruck hinterlässt. Das gilt auch für den Boden. Gerade Drogerien, Banken oder Hotels wünschen sich Bodenflächen, in denen sich Gäste und Kunden spiegeln können. Um einen hohen Glanzgrad zu erreichen, werden Fliesen poliert oder glasiert. Mit beiden Methoden erzielt man ein glänzendes Erscheinungsbild.

Der Unterschied: Hochwertige Feinsteinzeugfliesen werden zusätzlich mit einer Mikroglasur versehen, einem glasartigen Überzug. An der einzelnen Fliese lässt sich das daran erkennen, dass die Kante und die Deckschicht eine unterschiedliche Farbe haben. Anders bei Fliesen, die poliert wurden. Eine polierte Fliese sieht von allen Seiten gleich aus. Bei ihr wurde die Oberfläche, die so genannte Brandhaut, entfernt. Dadurch wird das mikroporöse Innere des Feinsteinzeugs freigelegt. Obwohl sie glänzt und durch mehrere Schleifvorgänge glatt geschliffen wurde, ist die Oberfläche der Fliese nicht so glatt wie bei der glasierten Fliese.

Dieser Unterschied ist wichtig für den Reinigungsvorgang. Denn die polierte Fliese mit ihrer ganz fein strukturierten Oberfläche ist schwieriger zu reinigen als die glasierte Fliese. Bei einer glasierten Fliese muss man nur aufpassen, dass keine schweren Gegenstände auf den Boden fallen, denn dann kann die Glasur platzen.

Achtung Falle: polierte Fliesen ziehen den Schmutz an

Werden dazu noch Steine nachgeahmt, die von Natur aus stark strukturiert sind – wie zum Beispiel Schiefer – sind die Vertiefungen noch stärker ausgeprägt. Das Material selbst ist zwar widerstandsfähiger als seine natürlichen Vorbilder, dennoch ist die Fliese etwas schmutzempfindlicher als eine, die mit einer Mikroglasur überzogen wurde.

Generell gilt: Feinsteinzeug ist sehr widerstandsfähig. In die mit hohen Temperaturen gebrannte Keramik kann nahezu kein Wasser eindringen und wenn etwas verschüttet wird – zum Beispiel Rotwein – können keine Flecken im Material selbst entstehen. Die Fliese ist wesentlich weniger empfindlich als Naturstein.

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Matte Fliesen reinigen

Echter Naturstein wie Marmor ist zunächst einmal matt; seine Farbe und Maserung kommt erst dann richtig zur Geltung, wenn er poliert wurde. Doch nicht immer ist ein glänzender Boden gewünscht. Auch Feinsteinzeug ist im ursprünglichen Zustand erst einmal matt. Matt bedeutet immer auch eine raue Oberfläche und die ist etwas schwieriger zu reinigen als die glasierten Fliesen.

Für die normale Unterhaltsreinigung von matten und rauen Fliesen eignen sich die PolyPlusPads. Mit ihren langen Polyfasern kommen sie viel besser in die kleinen Vertiefungen und holen den Schmutz raus.

Fazit

Wir von haid-tec empfehlen grundsätzlich, für die Reinigung von Feinsteinzeugfliesen MelaminPlusPads und PolyPlusPads im Wechsel einzusetzen; so lässt sich in der Regel eine jährlich anstehende, kostenintensive Grundreinigung vermeiden. Weist der Boden schon eine starke Verschmutzung auf und ist grau und unansehnlich geworden, ist der Griff zu den MelaminPlusPads geboten. Damit gelingt es Ihnen, den Originalzustand der Fliese wieder herzustellen.

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Über den Autor

David Haid

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Mit über 3.000 begangener Objekte und über 5 Mio Quadratmeter Bodenfläche ist David Haid ausgewiesener Experte für die Reinigung von Feinsteinzeugbodenbelägen. Als Autor in unserem haid-tec Magazin „BODEN-ständig“ teilt er seine Expertise aus über 15 Jahren Berufserfahrung mit Ihnen und gibt wertvolle Tipps gerade auch bei herausfordernden Reinigungsprojekten.

Bei Fragen steht er Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und ist über folgende Kanäle für Sie erreichbar.

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