Inhaltsverzeichnis
- Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Entfernen von Flecken auf Fliesen
- Ups, der Lippenstift war‘s - Das Entfernen von Flecken auf Fliesen braucht Zeit
- Von der Speckschicht, die nicht weggeht: warum Fliesen nicht richtig sauber werden
- Tipps für die Zementschleierentfernung im Rahmen der Bauendreinigung
- Unsere Produktempfehlung
Montag früh nach Wien, am Mittwoch nach Berlin, weiter nach Hamburg und zurück nach Weikersheim im fränkisch geprägten Nord-Osten Baden-Württembergs – so stressig sieht nicht jede Woche von Markus Körner aus. Doch für den Chef des Fliesenbetriebes Fliesen Fischer gehört es dazu, quer durch Deutschland und Österreich zu reisen, um in neu gebauten Filialen der Müller Drogeriemarktkette die Bauendreinigung durchzuführen oder zu überwachen. Lesen Sie hier seine Tipps aus der Praxis um Schmutz und Flecken auf Fliesen zu entfernen.
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Entfernen von Flecken auf Fliesen
Etwa 60 bis 80 neue Filialen eröffnet Müller in Deutschland und bei etwa einem Drittel davon wird die Verantwortung für das Verlegen der Fliesen und die Bauendreinigung in die Hände von Fliesen Fischer gelegt. „Der Boden soll picobello sauber sein, bevor die Ladenbauer anrücken und die ersten Regale aufstellen“, erzählt Markus Körner.
Der Meisterfachbetrieb, der bis zu 25 Fliesenleger beschäftigt, hat in den vergangenen 20 Jahren über 250 Märkte mit insgesamt über 400.000 Quadratmeter verlegt – hat also reichlich Erfahrung gesammelt. Doch nach der Erstreinigung ist „die Sache“ nicht erledigt, weiß Körner. Es kommt immer wieder vor, dass sich nach einem Vierteljahr nach der ersten Grundreinigung jemand von Müller meldet, bei dem zuvor Beschwerden vom Filialleiter eingingen: es seien minderwertige Fliesen verlegt worden, man hat festgestellt, dass „von unten Flecken durchkommen.“
Ups, der Lippenstift war‘s - Das Entfernen von Flecken auf Fliesen braucht Zeit
Dann fährt Markus Körner vor Ort und sieht sich die Stelle mit dem Fleck an und stellt fest: „Zu 95 % befindet sich der Fleck in der Kosmetikabteilung und ist durch einen heruntergefallenen Lippenstift oder Kajalstift verursacht. Körner greift dann zum Fleckentferner von haid-tec, sprüht ihn auf den Fleck auf, lässt das Mittel einwirken und wischt dann mit einem MelaminPlusPad drüber. Die Umstehenden werden dann rot und revidieren schnell ihre Meinung, „der Fleck käme von unten durch die Fliesen“, erzählt Körner amüsiert.
Für die Fleckentfernung – sei es wie hier ein ölartiger Fleck oder Rostfleck – hat er auch einen wichtigen Tipp parat: „Dem Mittel die nötige Zeit geben, seine Wirkung zu entfalten. „Am besten einen Kaffee trinken gehen. Danach lässt sich der Fleck problemlos entfernen!“
Wenn sich „auf einmal“ komische Flecken auf den Fliesen bemerkbar machen, hat das in den wenigsten Fällen mit der Beschaffenheit der Fliesen zu tun, sondern liegt daran, dass Reinigungskräfte nicht wissen, welches Mittel zu verwenden ist, um den Boden zu reinigen. Von einem zweiten sehr anschaulichen Beispiel weiß der Experte aus Weikersheim zu berichten.
Von der Speckschicht, die nicht weggeht: warum Fliesen nicht richtig sauber werden
Für Markus Körner ist es Alltag, dass er gerufen wird, weil Feinsteinzeugfliesen einfach nicht sauber werden. Das war auch in einem Objekt der Fall, wo Fliesen Fischer vor ein paar Jahren gefliest hatte und auf der Grundfläche von etwa 850 Quadratmeter die Erstreinigung durchgeführt hatte. Die Fliesen waren nun mit einer Art Speckfilm überzogen, erfährt er. In dem Objekt ging man davon aus, dass es an den Fliesen läge. Den Reinigungsteams gelänge es nicht, dass diese wieder so hell werden wie am Anfang.
Das Problem liegt laut Körner einfach daran, dass die Reinigungsfirmen nicht die eigentlich von Müller empfohlenen Reinigungsmittel verwenden – nämlich die von haid-tec. Und das macht sich dann eben nach einiger Zeit bemerkbar. „Die Mitarbeiter der beauftragten Reinigungsfirmen verteilen im Grunde oft nur den Dreck“, so Körner und erläutert weiter:
Die Fliesen für die Müller Märkte werden in Italien gekauft und danach mit dem haid-tec Verfahren, einem rein mechanischen Mikrostrahlverfahren bearbeitet, damit sie rutschfest werden. Bei dieser besonderen Behandlung werden kleine Vertiefungen in die Oberfläche eingebracht – die sieht man allerdings mit bloßem Auge fast nicht. Wenn nun ständig ein billiger Unterhaltsreiniger verwendet wird, der Silikon-Öle, Seifen oder Wachse enthält, oder andere Inhaltsstoffe, die auf den Keramikfliesen Rückstände hinterlassen, dann bildet sich im Laufe der Zeit genau so eine Art Speckfilm. Der Dreck wird verteilt und bleibt in den winzigen Vertiefungen hängen. Dann ist auch die Rutschfestigkeit nicht mehr gegeben und Kunden und Mitarbeiter rutschen leicht aus.
Die Folge: Nach ein paar Monaten meldet sich der Filialleiter und beschwert sich, die Fliesen würden nicht sauber werden. Markus Körner fährt nach Eingang der Beschwerde dann vor Ort (hat MelaminPlusPads und den Unterhaltsreiniger von haid-tec im Gepäck), führt auf einem Quadratmeter der Fliesen vor, wie es richtig geht und Voilà: Der Boden sieht aus wie neu.
Denn eigentlich ist gerade die Feinsteinzeugfliese der ideale Bodenbelag für die Drogeriemärkte und sie bleibt in der Regel lange schön und weist keinerlei Abnutzungserscheinung auf – sofern man sie richtig reinigt. Und laut Körner liegt das schlichte Geheimnis darin, das richtige Reinigungsmittel zu verwenden, das keine Rückstände auf der Fliese aus rutschfestem Keramik hinterlässt.
Tipps für die Zementschleierentfernung im Rahmen der Bauendreinigung
Auch wenn das Team von Fliesen Fischer immer wieder für eine Bauendreinigung beauftragt wird, ist es doch die Zementschleierentfernung, die 90 Prozent ihres Reinigungsgeschäfts ausmacht. Der Fliesenleger kann schon bei der Verlegung einiges dafür tun, damit später die Entfernung des Zementschleiers nicht aufwändig wird. „Um die Überreste des Fugenmaterials abzuwischen, wäscht man besser zweimal mit klarem Wasser darüber – schon sind 90 % vom Zementschleier entfernt“, weiß Körner. Wird nicht so sorgfältig direkt nach dem Verfugen abgewaschen, muss man später öfter mit der Scheuersaugmaschine den Boden abfahren, erzählt er. Er betont, dass auch die Qualität des Fugenmaterials eine Rolle spielt: „Nimmt man billigeres Fugenmaterial, bleibt mehr an den Fliesen hängen und man muss sich mehr quälen.“
Tipp Nummer 1:
„Kehren ist die halbe Miete“: Eventuell feuchte Sägespäne streuen, die den Staub binden.
Tipp Nummer 2:
Das richtige Mittel zur Zementschleierentfernung verwenden und so dosieren, wie es auf der Flasche steht: nicht zu viel, nicht zu wenig!
Ein billigeres Reinigungsmittel zu verwenden, das eventuell Salzsäure enthält, lohnt sich laut Körner nicht. Die Rechnung sei ganz einfach: „Ein Mitarbeiter von uns fährt in der Regel bei einer Zementschleierentfernung zweimal über die Fläche mit der Scheuersaugmaschine. Wenn man ein minderwertiges Reinigungsmittel nimmt, muss man viermal über jeden Quadratmeter fahren, und die Reinigungskraft braucht doppelt so lang.“
Und noch einen Tipp hat der Experte von Fliesen Fischer parat:
Tipp Nummer 3:
Die Scheuersaugmaschine mit den grau-weißen MelaminPlusPads von haid-tec bestücken. Dann muss man nur zweimal über die ganze Fläche fahren und nicht dreimal, weil die Reinigungswirkung der Pads besser ist als die einer Bürste. Die Reinigungskraft braucht weniger lang, ergo hat man weniger Lohnkosten.
Unsere Produktempfehlung
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