Zementschleierentfernung – so befreit man Böden vom Zementschleier nach dem Verfugen

Ein unschöner grauer Schleier auf frisch verlegten Fliesen ist nicht ungewöhnlich und so wird eine Zementschleierentfernung unabdingbar. Der Zementschleier entsteht durch die Reste der Fugenmörtelmasse, die sich nach dem Verfugen auf den Fliesen verteilen. Es ist wichtig, dass Reinigungskräfte während einer Baureinigung erkennen, womit sie es zu tun haben, um den Zementschleier korrekt zu entfernen.

Hat der Fliesenleger seine eigentliche Arbeit erledigt, ist ein spezielles Fachwissen zur Zementschleierentfernung gefragt. Das Material zum Verfugen der Fliesen besteht meist hauptsächlich aus Zement und Quarzsand. Die Reste davon hinterlassen auf der Oberfläche einen Schleier. Der Bodenbelag wirkt dann gräulich und ist sehr schmutzanfällig. Was also tun, um den Zementschleier zu entfernen?

Der Fliesenleger wird nach dem Verfugen zwar die groben Fugenmörtelreste mit Wasser entfernen, aber um den sogenannten Zementschleier zu entfernen, reicht das nicht. Zunächst kommt man nicht umhin, zu warten, bis die Fugen ausgehärtet sind. Das dauert in der Regel 10 Tage, bei schnellabbindenen Fugenmörteln ist eine geringere Aushärtezeit möglich. Die Hinweise des Fugenmörtelherstellers müssen auf jeden Fall beachtet werden. Denn sind die Fugen noch nicht fest, würden die verwendeten Reinigungsmittel und die eingesetzten Bürsten oder Pads auch sie angreifen. Denn um dem Zementschleier „zu Leibe zu rücken“, braucht es einen sauren Grundreiniger oder einen speziellen Zementschleierentferner.

Da der Fliesenleger mit seiner eigentlichen Aufgabe fertig ist, und in der Regel nicht ein zweites Mal ins Gebäude kommen wird, um die Zementschleierentfernung durchzuführen, wird meist eine Reinigungsfirma mit dieser Aufgabe betraut. Die Mitarbeiter sollten dann wissen, wie man die Fliesen professionell reinigt und in ihr ursprüngliches Aussehen versetzt. Da auf größeren Flächen in öffentlichen und privaten Gebäuden meist Feinsteinzeugfliesen verlegt werden, gelten unsere Tipps für diesen Bodenbelag.

Zementschleierentfernung: So geht man am besten vor

  1. Den Boden nass wischen, damit die Fugen sich mit Wasser vollsaugen können. Auf diese Weise sind sie vor der Säure geschützt, die im sauren Reiniger bzw. Zementschleierentferner enthalten ist.
  2. Den Grundreiniger sauer mit Wasser vermischen. Wir empfehlen folgende Dosierung: 500 ml / 10 Liter Wasser.
  3. Die Reinigungsflotte auf den Bodenbelag vorlegen, d.h. mit dem Wischmopp auf der gesamten Fläche verteilen. Tipp: Die richtige Menge Reinigungsflotte ist erreicht, wenn ein Streichholz auf der Reinigungsflotte schwimmt.
  4. 10 Minuten einwirken lassen; wichtig: Reinigungsflotte nicht eintrocknen lassen. Tipp: Fußbodenheizungen wenn möglich mind. 1 Tag vor Durchführung der Arbeiten ausschalten.
  5. Vorzugsweise mit der Einscheibenmaschine den Bodenbelag abfahren, da diese einen hohen Anpressdruck hat. Tipp: bei extremer Verschmutzung mit “Zementbatzen” kann auch vorab ein Scheuerpad verwendet werden.
  6. Den Bodenbelag mit klarem Wasser nachwischen oder mit der Reinigungsmaschine mit klarem Wasser im Frischwassertank die Fläche abfahren und die Schmutzflotte aufnehmen.

Tipp: Für eine besonders gute Reinigungsleistung tauschen Sie die Bürsten der Einscheibenmaschine mit MelaminPlusPads aus. Mit einer Maschine mit Bürsten muss man ggf. zwei bis dreimal über die Oberfläche fahren, um dasselbe Reinigungsergebnis zu erzielen. Die MelaminPlusPads erhöhen die mechanische Reinigungswirkung und Sie benötigen weniger Reinigungsmittel, was auch der Umwelt zugute kommt.

MelaminPlusPad Montage MelaminPlusPad Montage
Einscheibenmaschine mit MelaminPlusPad Einscheibenmaschine mit MelaminPlusPad

Warum ist es bei der Zementschleierentfernung wichtig, die Fugen nass zu machen?

Bei der Zementschleierentfernung geht es darum, die Rückstände vom Verfugen von den Fliesen zu entfernen, ohne die Fugen selbst anzugreifen. Würde man die Fugen nicht nass machen, würden sie „verbrennen“, d.h. die im Reiniger enthaltene Säure greift den Zement in der Fuge an und löst ihn auf. Die Fuge wird dadurch geschwächt und ist nicht mehr stabil. Die geschwächte Fuge hat keine gute Flankenhaftung und ist mechanisch nicht mehr belastbar. Bei der täglichen Reinigung wird sie ausgespült oder bricht durch mechanische Beanspruchung aus. Diese löchrigen Stellen in der Fuge sind aus hygienischer Sicht bedenklich. Schmutzwasser kann unter die Fliesen eindringen und die Fliese kann sich auf Dauer lösen.

Achtung Salzsäure! Finger weg von billigen Reinigern bei der Zementschleiferentfernung!

Mit Zementschleier wird nur ein „saurer“ Reiniger fertig. Viele billige „saure“ Reinigungsmittel enthalten Salzsäure. Diese ist nicht nur gefährlich, wenn man sie einatmet, sie greift auch Metalle und Edelstahlflächen an. Bekannt ist das Phänomen unter dem Namen „Flugrost“, wenn sich die Salzsäure über die Luft verbreitet, auf den Oberflächen niederlässt und in Folge Rostflecken entstehen.

Über die dramatischen Auswirkungen der unsachgemäßen Anwendung von salzsäurehaltigen Reinigern bzw. der salzsäurehaltigen Dämpfe wird im Beitrag von „rationell reinigen“: „Sanitärreinigung. Auch Edelstahl kann rosten“ berichtet.

Der saure Grundreiniger von haid-tec enthält Phosphorsäure und Zitronensäure. Damit lässt sich der Zementschleier wirksam entfernen. Der Vorteil ist, dass diese nicht „abdampfen“. Das schützt den Menschen, der mit den Reinigungsmitteln hantiert, und die Säure kann sich nicht über die Luft verteilen und auf Böden und Oberflächen absetzen.

Neben Rostflecken und dem unansehnlichen Zementschleier gibt es noch weitere Flecken, die während der Bauphase entstehen können.

Unsere weiterführenden Blogbeiträge zur Baureinigung im Überblick

  1. So gehen Sie die Baureinigung richtig an. Hier erfahren Sie, wie Sie dem Schmutz auf Fliesen den Garaus machen. Baustaub, Zementschleier, Rostflecken & Co, so gehen Sie Baureinigung richtig an.
  2. Mopp oder Maschine? Zumeist sollte man beides zur Hand haben. Fürs Grobe leistet der Mopp gute Dienste. Wenn große Flächen schon vom gröbsten Schmutz befreit sind, kommt die Maschine zum Einsatz. Tipps für die Baugrobreinigung und die Baufeinreinigung.
  3. Zementschleier ade – so bekommen Sie den grauen Schleier wirklich weg! Zementschleierentfernung – so befreit man Böden vom Zementschleier nach dem Verfugen.
  4. Wenn Feuchtigkeit und Metall zusammentreffen, entstehen Rostflecken. Wie man ihnen zu Leibe rückt, erfahren Sie hier -> Aufgepasst beim Entfernen von Rostflecken.
  5. Welcher Stein ist ein Sensibelchen? Richtig, ein Marmorboden nimmt es Ihnen übel, wenn Sie ihn falsch behandeln! Ein Granitboden ist dagegen fast so robust wie Feinsteinzeug. Achtung bei der Reinigung von Marmor und Granit Naturwerkstein!
  6. Sind die Wände geweißelt und der Maler in seinem Element, sind Farb- und Lackspritzer unumgänglich. Oft „zieren“ unschöne Klebereste den Boden. Auch die müssen professionell entfernt werden. Welcher Reiniger eignet sich wofür? Sprüh‘ und weg: So entfernt man klebrige Markierungen vom Boden.

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