Aufgepasst beim Entfernen von Rostflecken

Immer dann, wenn Metall auf Feuchtigkeit trifft, können Rostflecken entstehen. Während die Bauarbeiten noch im Gange und bereits Fliesen verlegt sind, besteht immer die Gefahr, dass unschöne Rostflecken entstehen. Auch wenn nur eine kleine Stelle betroffen ist, sollte man Rostflecken fachgerecht entfernen. Das gehört ebenfalls zur Baureinigung dazu.

Wie entstehen Rostflecken auf der Baustelle?

Das im Metall enthaltene Eisen oxidiert bei Feuchtigkeit. Hat ein Bauarbeiter ein Werkzeug aus Metall am Boden liegen lassen und es ist feucht, kann ein Rostfleck entstehen. Auf einer Baustelle, in der noch gearbeitet wird, ein Rohr oder das Dach noch undicht ist, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, dass Wasser auf Metall trifft. Das lässt auch bereits verlegte Fliesen rosten. Vielleicht ist ein Loch in der Decke, in der über Nacht Regenwasser eingedrungen ist und am Boden lagen Eisenspäne. Oder ein Rohr ist undicht und rostiges Wasser gelangt auf den Boden. Oder im Bad liegen Metallgegenstände auf den Fliesen und kommen mit Wasser in Berührung. Oder es wurde ein Stahlgitter am Boden abgesetzt, ohne darauf zu achten, ob alles trocken ist.

Es liegt natürlich zuallererst am Bauunternehmen selbst, dass es zum Beispiel Rostwasser aus dem Rohr der Sprinkleranlage nicht einfach auf den Feinsteinzeugboden ablässt oder Werkzeuge aus Metall gewissenhaft aufräumt. Nichtsdestotrotz kann es passieren, dass der Rost sich einen Weg bahnt und sich auf einer Fliese breit gemacht hat. Wird das Reinigungsteam zu einer Baureinigung gerufen, sollte es jedenfalls darüber Bescheid wissen, wie man Rostflecken vom Bodenbelag entfernt.

Rostflecken entfernen, aber richtig!

Um Rostflecken zu entfernen brauchen Sie ein Mittel, das säurehaltig ist. Da die Inhaltsstoffe ätzend sind, muss man bei der Anwendung von speziellen Rostentfernern besonders vorsichtig sein, die Hände schützen und eine Schutzbrille tragen. Das Tragen von Handschuhen ist also Pflicht. Der spezielle Rostentferner von haid-tec befindet sich in einem kleinen handlichen Fläschchen (50 ml Inhalt), mit dem sich das Mittel punktuell auf den Rostfleck auftragen lässt. Einen Rostentferner trägt man normalerweise unverdünnt auf. Durch das Mittel wird der Rostfleck „reduziert“ und die Farbe ändert sich von rot-braun zu gelb.

Wichtig: Der Rostfleckentferner sollte nur auf die betroffene Stelle auf der Fliese aufgetragen werden, ohne dass er in Berührung mit den Fugen kommt. Zur Sicherheit sollte man angrenzende Fugen vornässen.

Nach einer Einwirkzeit von ca. 5 Minuten (bei niedrigen Temperaturen des Bodenbelags sollte die Einwirkzeit auf bis zu 15 Minuten verlängert werden, die Verschmutzung sollte aber nicht wieder eintrocknen), verwendet man am besten Einweg-Papiertücher, um die Schmutzflotte zu entfernen. Verwendet man ein Mikrofasertuch, muss dieses danach gründlich ausgewaschen werden.

Die Reinigungsfachkraft sollte in jedem Fall die Stelle dann mehrfach gründlich mit Wasser nachwischen, um die Säure zu neutralisieren und nach der Behandlung den Bodenbelag gut trocknen lassen.

Bei Flugrost gilt die Devise „schnell handeln!“

Säuredampf besonders bei salzsäurehaltigen Reinigern kann über die Luft übertragen werden und sich auf Edelstahloberflächen absetzen – dann spricht man vom so genannten Flugrost. Der lässt sich noch relativ einfach entfernen, was aber zeitnah geschehen sollte. Die Metallteilchen beginnen zu rosten, wenn sie eine feuchte Umgebung finden. Entfernt man den oberflächlichen Flugrost nicht schnell genug, kann die Edelstahloberfläche oder die säureempfindliche Oberfläche ansich anfangen zu rosten.

Was tun bei Marmorboden – dem „Sensibelchen“ unter den Naturwerksteinen?

Ein Boden aus Feinsteinzeugfliesen ist generell robust und auch säurebeständig. Anders sieht es bei Naturwerksteinen aus. Granit und Marmor sind beides Natursteine – dennoch ist der eine Stein säurebeständig, der andere empfindlich gegen Säure. Granit hat eine härtere Struktur, auf Grund der Mineralienzusammensetzung ist er ebenso wie Feinsteinzeug beständig gegen die meisten Säuren.

Der empfindlichste Naturstein ist Marmor. Dieser würde empfindlich auf säurehaltige Mittel reagieren. Neben Marmor gehören z.B. auch Schiefer und Basalt zu den nicht säurebeständigen Natursteinen. Ein stark säurehaltiger oder aggressiver Reiniger kann die Farbe von Granit evtl. verändern und Marmor gar schädigen. Daher darf bei einem Marmorboden nur ein säurefreier Rostentferner verwendet werden.

Unsere weiterführenden Blogbeiträge zur Baureinigung im Überblick

  1. So gehen Sie die Baureinigung richtig an. Hier erfahren Sie, wie Sie dem Schmutz auf Fliesen den Garaus machen. Baustaub, Zementschleier, Rostflecken & Co, so gehen Sie Baureinigung richtig an.
  2. Mopp oder Maschine? Zumeist sollte man beides zur Hand haben. Fürs Grobe leistet der Mopp gute Dienste. Wenn große Flächen schon vom gröbsten Schmutz befreit sind, kommt die Maschine zum Einsatz. Tipps für die Baugrobreinigung und die Baufeinreinigung.
  3. Zementschleier ade – so bekommen Sie den grauen Schleier wirklich weg! Zementschleierentfernung – so befreit man Böden vom Zementschleier nach dem Verfugen.
  4. Wenn Feuchtigkeit und Metall zusammentreffen, entstehen Rostflecken. Wie man ihnen zu Leibe rückt, erfahren Sie im obigen Beitrag.
  5. Welcher Stein ist ein Sensibelchen? Richtig, ein Marmorboden nimmt es Ihnen übel, wenn Sie ihn falsch behandeln! Ein Granitboden ist dagegen fast so robust wie Feinsteinzeug. Achtung bei der Reinigung von Marmor und Granit Naturwerkstein!
  6. Sind die Wände geweißelt und der Maler in seinem Element, sind Farb- und Lackspritzer unumgänglich. Oft „zieren“ unschöne Klebereste den Boden. Auch die müssen professionell entfernt werden. Welcher Reiniger eignet sich wofür? Sprüh‘ und weg: So entfernt man klebrige Markierungen vom Boden.

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